Das Leben vom Ziel her denken

KompassAm gestrigen Ewigkeitssonntag bin ich zum ersten Mal seit Jahrzehnten auf dem Friedhof gewesen. Ich habe das Grab meines Freundes besucht, der im Unwetter vom Pfingstmontag von einem Baum erschlagen worden ist. Ich habe mich erinnert an ihn, u.a. auch an mein letztes Gespräch mit ihm vom Pfingstsonntag, das nun sehr bedeutungsvoll für mich geworden ist.

Ich habe mich mit ihm nur sehr, sehr selten über Vergangenes unterhalten, auch bei unserer letzten Begegnung am Pfingstsonntag nicht. Sehr viel präsenter sind mir unsere Gespräche über die Frage wie wir denn mit unserem Leben in Zukunft einen Unterschied machen können. Einen Unterschied für unsere Liebsten in unseren Familien, einen Unterschied für die Menschen, denen wir mit unseren Fähigkeiten in unseren Berufen dienen, einen Unterschied für die Menschen in unserer Kirchengemeinde vor Ort und weltweit.

Von daher war mein Besuch auf dem Friedhof auch weniger von einem Blick in die Vergangenheit als von einem Blick in die Zukunft geprägt. Ich denke, es ist wichtig, sich immer mal wieder bewusst zu machen, dass auch das eigene Leben endlich ist, auch dann wenn ich meinen 100sten Geburtstag tatsächlich erleben sollte, was ein großer Wunsch von mir ist. Die entscheidende Frage dabei ist doch: was für einen Sinn soll dieses Leben haben und nach welchen Werten will ich es neu oder weiterhin ausrichten? Kann ich mir selbst auf solche Fragen hilfreiche Antworten geben? Wenn ja, dann habe ich einen guten Kompass für meinen weiteren Weg. Ein Kompass, der mir viele große und kleine Entscheidungen leichter macht und mich auch sicher durch Krisenzeiten navigieren lässt.

Eine sinn- und wertvolle Zeit wünscht Ihnen und Euch,

Markus Frey, Life-Coach, Köln
frey(at)stressfrey.de
Tel. +49 (0)221 6086-438

 

PS Diesen Artikel finden Sie auch als Videocast unter „Life-Coach Spo(r)ts – Das Leben vom Ziel her denken„.

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