Toni Schumacher, Werte und der Umgang mit Stress bzw. Druck

 

Montag Abend, eine Veranstaltung für „sportaffine Entscheider“ wie der Veranstalter schrieb. Der Ort des Geschehens lag nur wenige 100 Meter vom Rheinenergie-Stadion entfernt, wo zwei Tage zuvor der 1. FC Köln den wohl traurigsten Tag der Vereinsgeschichte erlebte. Für die Nicht-Fußballfans unter meinen Lesern: am vergangenen Samstag hat nicht „nur“ das Idol einer ganzen Stadt, Lukas Podolski („Prinz Poldi“) sein letztes Spiel für den 1. FC Köln gemacht. Gleichzeitig wurde der Abstieg des Traditionsvereins besiegelt.

 

Einer, der den Stress bei den Hörnern packt

Mit dabei an der Podiumsdiskussion bei der eingangs erwähnten Veranstaltung ein Fußballheld vergangener Tage: Harald „Toni“ Schumacher, langjähriger Torhüter des „Eff-Zeh“ und der Nationalmannschaft. Sicher kein einfacher Auftritt für den heutigen Vizepräsidenten des 1. FC Köln. Es gibt wohl nicht wenige, die sich in so einer Situation den Stress nicht angetan hätten, den es zweifelsohne bedeutet, als Verantwortungsträger vor Menschen zu treten, von denen sicher die meisten tief enttäuschte Fans des 1. FC Köln waren.

Nicht so Toni Schumacher. Er stand Rede und Antwort, kämpfte wie einst auf dem Platz und warb für seine Vision eines 1. FC Köln, der nicht „nur“ attraktiven Fußball bietet, sondern gleichzeitig als Chancengeber für junge Talente heraussticht. Und das, wie gesagt, zwei Tage nach der laut Schumacher „schlimmsten Situation, die der 1. FC Köln jemals gehabt hat“.

 

Stress und Werte

Warum ich Ihnen das so ausführlich erzähle? Hier, auf einem Blog, wo es um den Umgang mit Stress und den Schutz vor Burnout geht? Ganz einfach, weil Toni Schumacher gleich mehrere Dinge zu einem effektiven Stressmanagement deutlich macht:

1. Stressmanagement hat auch etwas mit Werten zu tun
Einer der Werte des Toni Schumacher ist es, dass er sich selbst als Kämpfer sieht. Das hat er immer wieder gesagt und vor allem in all den Jahrzehnten auf und neben dem Platz gelebt. Sicher, er ist dabei auch das eine oder andere Mal übers Ziel hinausgeschossen. Ich selbst sah ihn damals aufgrund einiger Vorkommnisse sehr, sehr kritisch. Hier saß und stand aber ein Mann vor mir, der durch seine Fehler gelernt und dadurch stärker geworden ist.
Seine klaren Werte haben mit Sicherheit auch dazu geführt, dass es für Toni Schumacher gar keine Frage war, ob er die (schon seit längerem geplante) Veranstaltung besucht oder nicht. Dadurch hatte er den Stress darüber nachzugrübeln, ob er sich mit irgend einer Entschuldigung ("viel zu tun")  rauswindet, schon mal nicht. Das mag banal erscheinen. Aber unklare Werte erschweren das schnelle Treffen von Entscheidungen jeglicher Art mehr als alles andere und Entscheidungsstress ist einer der größten Stressfaktoren überhaupt.

2. Werte verleihen Energie
Wer es immer und immer wieder „trainiert“ hat, seine Werte auch dann zu leben, wenn es weh tut, z.B. wenn schwierige Entscheidungen vertreten und glaubwürdig erklärt werden müssen, der „trainiert“ auch seine Persönlichkeit. Und die Persönlichkeitsstärke ist die zentrale Komponente, wenn es um ein nachhaltig erfolgreiches Stressmanagement geht. Ein Aspekt, der bei allen Wellnessmaßnahmen, Entspannungstechniken, Erholungsmaßnahmen (die durchaus hilfreich sein können, keine Frage), die die Diskussionen rund um Stressmanagement seit Jahren dominieren, leicht in Vergessenheit gerät.

3. Stress direkt angehen… reduziert Stress
Einer der größten Stressfaktoren ist, stressigen Situationen immer wieder auszuweichen. Dies gilt insbesondere für den Stress, den es bedeutet, wichtige klärende Gespräche mit einzelnen Menschen oder Menschengruppen zu führen. Wird der Stress, den diese Kommunikationsaufgaben zweifelsohne bedeuten können, immer wieder hinausgeschoben… kommt er eben durch die Hintertür wieder rein. In Form von energieraubenden Gedanken ist er noch deutlich mehr in der Lage, einem den letzten Saft aus dem Leib zu ziehen, als es ein zügiges Angehen anstehender Herausforderungen je vermocht hätte.

Was sicher nicht nur mir bei der Veranstaltung mit Toni Schumacher aufgefallen ist, ist die außerordentliche Energie, die dieser Mann ausgestrahlt hat. Und dies, obwohl er selbst gesagt hat, dass er noch „in der Trauerphase“ sei. Diese Energie wünsche ich auch Ihnen liebe Leser, gerade dann, wenn Sie vielleicht selbst durch schwierige Zeiten gehen.

Markus Frey
stressfrey(at)googlemail.com

Be the first to comment - What do you think?  Posted by Markus Frey - 09/05/2012 at 11:05

Categories: Burnout, Stressbewältigung, Stressmanagement   Tags: , , ,

Zahl der Fehltage wegen psychischer Überlastung steigt stetig weiter – Was ist zu tun?

Fotolia 20525446 XS(8) Zahl der Fehltage wegen psychischer Überlastung steigt stetig weiter   Was ist zu tun?Der Anstieg von Krankheitstagen wegen psychischer Belastung ist weiterhin ungebremst. Waren es im Jahr 2001 noch 33,6 Millionen Fehltage, die in bundesdeutschen Betrieben wegen psychischer Überlastung anfielen, so wurden im Jahr 2010 bereits 53,5 Millionen vermeldet. Anteilmäßig bedeutet dies ein Anstieg von 6,6 auf 13,1 Prozent.

Die Zahlen sind in doppelter Hinsicht dramatisch. Zunächst einmal natürlich für jeden einzelnen Betroffenen, dessen Gesundheit in Mitleidenschaft gezogen wird. Dann aber auch für die Betriebe. Auch die Wirtschaft muss immer mehr erkennen, dass dies nicht mehr einfach als nur individuelles Problem des jeweiligen Mitarbeiters abgetan werden kann. Schon deshalb nicht, weil dadurch Jahr für Jahr hohe Millionensummen aufgebracht werden müssen.
 

Nicht nur die Arbeitsbedingungen…

Natürlich ist es richtig, wenn von Unternehmerverbänden immer mal wieder darauf hingewiesen wird, dass es keineswegs nur die objektiv gestiegenen Anforderungen, strukturelle Gründe, Mobbing etc. verantwortlich zu machen sind, wenn immer mehr Menschen sich überfordert fühlen. Und es ist auch richtig, dass es immer starke persönliche Dispositionen gibt, die unter vergleichbaren Bedingungen die einen zur Hochform auflaufen und die anderen zusammenbrechen lassen.
 

…aber auch die Arbeitsbedingungen

Aber es ist eben auch Fakt, dass der u.a. durch die Globalisierung zunehmende Konkurrenzdruck auf allen Hierarchieebenen zu Verhaltensweisen führt, die alles andere als gesund sind. Verhaltensweisen, die sich auf der individuellen Ebene oft zu Gewohnheiten und auf der organisatorischen Ebene zu Arbeitsstrukturen verfestigen, bei denen gesundheitliche Probleme vorprogrammiert sind. Es wird eine Saat ausgesät, die unterschiedlichste „Gifte“ enthält und die schlussendlich sowohl dem einzelnen Mitarbeiter als auch den Betrieben und dem Staat schadet. Und es ist aus verschiedenen Gründen auch kein Zufall, dass insbesondere Leiharbeiter und Angehörige aus den Sozial-, und da insbesondere den Erziehungsberufen, besonders stark betroffen sind.
 

Konsequenz: eine konzertierte Aktion

Darüber zu diskutieren, ob wir die Globalisierung begrüßen oder verteufeln ist dabei in etwa so sinnvoll wie die Aussage „Ich bin gegen die Schwerkraft“, weil es doch so viele Knochenbrüche aufgrund von Stürzen gibt. Viele Bedingungen der heutigen Zeit müssen wir (mindestens bis zu einem gewissen Grad) akzeptieren. Dass sich die Welt in der wir leben, immer stärker und schneller verändert, können wir nicht verhindern. Was wir aber können ist, uns Gedanken darüber zu machen, wie wir

a)    unsere Belastungsfähigkeit, sprich unsere Gesundheit, in einem umfassenden Sinne stärken
        können und
b)    wie wir verhindern können, dass wir uns so belasten, dass die Gesundheit immer häufiger
       Schaden nimmt.
c)    Und vor allem: es nicht nur bei den Gedanken zu belassen, sondern konkrete Konsequenzen
        aus diesen Erkenntnisse zu ziehen!

Um dies hinzukriegen, müssen wir endlich davon wegkommen, Stress und Burnoutgefährdung so einseitig zu betrachten, wie dies in der öffentlichen Diskussion im Allgemeinen geschieht. Es ist ja so, dass psychische Krankheiten im Arbeitsumfeld stets unterschiedliche Ursachen haben. Es sind eben nicht nur die Umstände, die Globalisierung und der Erwartungsdruck. Aber genauso wenig ist es angebracht, sich zurückzulehnen und zu bemerken, dass jeder selber schauen müsse, wie er mit der sich immer schneller verändernden Welt zurechtkommt.
Angesagt ist also eine Zusammenarbeit aller gesellschaftlichen Kräfte und auch jedes einzelnen, wenn wir eine gesündere und damit auch leistungsfreundlichere Arbeitswelt schaffen wollen. Ich weiß, dass man mir dabei vorwerfen kann, dass dies utopisch, eine Art „frommer Wunsch“ ist. Es ist aber sonnenklar, dass es uns auf allen Ebenen schadet, wenn wir dies nicht hinkriegen. Erst verlieren immer mehr ihre Gesundheit, dann verlieren die Betriebe ihre Gewinne und schließlich wir alle unseren Wohlstand. Dass dies kein Schreckensszenario sondern ein realistischer Ablauf ist, wird jedem schnell klar, der sich auch nur ansatzweise mit den Kosten der psychischen Krankheiten für Wirtschaft und Gesellschaft auseinandersetzt. Noch können wir Gegensteuer geben. Haben wir die Kraft, es zu tun?

Markus Frey
stressfrey(at)googlemail.com
 

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by Markus Frey - 04/05/2012 at 20:45

Categories: Burnout, Stress   Tags:

Selbstgespräche – Stressproduzent oder Stresskiller?

Eines der großen Missverständnisse zum Thema Stress ist, dass viele Menschen davon ausgehen, dass bestimmte Ereignisse mehr oder weniger automatisch Stress auslösen. Tatsächlich ist das aber nur in sehr, sehr wenigen Fällen so, z.B. bei Lebensgefahr. Der entscheidende Faktor sitzt in den obersten 10 Zentimetern unseres Körpers, dem Gehirn.
 

Selbstgespräche und eine entscheidende Frage

Dort, genauer in der Großhirnrinde laufen u.a. auch unsere Selbstgespräche ab. Damit meine ich nicht das kauzige vor sich Hinbrabbeln eines selbstvergessenen Menschen, sondern die gedankliche Bewertung jeder Situation mit der wir im Laufe unseres Lebens konfrontiert sind. Manchmal sind wir auch zu Entscheidungen herausgefordert, wozu die persönliche Bewertung eine mehr oder weniger verlässliche Grundlage liefern soll Und fast immer ist mit der Bewertung auch die Frage verbunden: „Kann ich mit meinen Ressourcen an Intelligenz, Zeit, Geld, physischer und psychischer Belastbarkeit diese Herausforderung bewältigen oder nicht?

 

Selbstgespräche lösen die Produktion von Stresshormonen aus
- und/oder bauen sie auch wieder ab

Das Selbstgespräch aus dem Zusammenspiel der Bewertung der Situation und der erwähnten Frage ist entscheidend… wenn es darum geht, wie groß die Portion an Stresshormonen ist, die im Wesentlichen einen halben Meter unterhalb Ihres Gehirns, in der Nebenniere, ausgeschüttet wird. Im weiteren Verlauf Ihres Stresserlebens entscheiden die Selbstgespräche auch darüber, ob die Stresshormonproduktion immer und immer wieder angeschmissen wird oder ob sich Ihr Stresshormonspiegel mehr oder weniger schnell wieder abbaut. All dies hat dann auch große Auswirkungen auf Ihre Gesundheit Ihre Selbstgespräche sind also ganz entscheidend beteiligt, wenn es darum geht, ob Sie stressbedingte Gesundheitsprobleme (vom Bluthochdruck über Kopf-, Magen und Rückenschmerzen bis hin zum berüchtigten Burnout-Syndrom) entwickeln. Achten Sie also auf Ihre Selbstgespräche. Wenn Sie das tun, haben Sie den bedeutendsten Mosaikstein für ein wirksames Stressmanagement gesetzt.

Markus Frey
stressfrey(at)googlemail.com

 

PS Dem Thema „Selbstgespräche und Sprache“ ist  auch ein zentrales Kapitel im Hörbuch „Mit Stress zur Spitzenleistung“ gewidmet.

 

Be the first to comment - What do you think?  Posted by Markus Frey - 24/04/2012 at 19:59

Categories: Stressbewältigung   Tags:

Ziele, Stress und Burnout

Fotolia 5181926 XS(1) Ziele, Stress und BurnoutLaut Umfragen sind es nur eine recht geringe Zahl an Menschen, die sich jenseits der Ausbildungszeit noch persönliche Ziele setzen; Ziele, die über das Setzen von „guten Vorsätzen“ an Silvester hinausgehen und schriftlich festgehalten werden. Allenfalls kennen sie Ziele in Form von Zielvereinbarungen im Berufsleben. Da sind es aber, allen Beschönigungen zum Trotz, i.d.R. doch eher Zielvorgaben, also keine Ziele, die aus eigenem Antrieb formuliert wurden.

Dabei hat das Setzen von persönlichen(!) Zielen durchaus eine Menge Vorteile. Der vielleicht stärkste: die Ziele bündeln die Kraft und sind ein recht guter Schutz gegen Verzettelung, was für viele Menschen ein enormer Stressfaktor ist. Ein anderer weitverbreiteter Stressfaktor ist der „Sprachfehler“ nicht „Nein“ sagen zu können. Auch damit haben Menschen, die sich klare Ziele setzen, naturgemäß weniger Probleme als Leute, die auf das Setzen von messbaren Zielen verzichten.

Im Rahmen eines effektiven Stressmanagements kommt einem sinnvollen, persönlichen Ziele-Management eine hohe Bedeutung zu. Wenn Sie es schaffen, Ihre persönlichen Ziele konsequent zu verfolgen, dann haben Sie auch eine wirksame Schutzmaßnahme vor dem berüchtigten Burnoutsyndrom gewonnen.

Worauf Sie dabei achten müssen und was dabei Ihr persönlicher Lebenssinn, sowie Ihre Werte für eine Rolle spielen, ist morgen Abend im Smile2-Webinar „Sinn, Werte, Ziele – und was das mit Stress und Burnout zu tun hat“ Thema.

Mit folgendem Einwahllink können Sie kostenfrei teilnehmen:

http://shop.smile2.de/coupon/free?code=MOX14

Ich freue mich auf Sie,

Markus Frey
stressfrey(at)googlemail.com

Be the first to comment - What do you think?  Posted by Markus Frey - 18/04/2012 at 13:57

Categories: Burnout, Selbstmanagement, Stressmanagement   Tags: , ,

Verzeihen – eine Top-Maßnahme zur Gesundheitsförderung

Vor einer Woche habe ich an dieser Stelle von Viktor Frankl erzählt. Der berühmte Arzt und Psychologe hat sich nicht „nur“ stets geweigert von einer „Kollektivschuld“ der Deutschen zu sprechen. Schon im KZ hat er erkannt, dass Hass und Unversöhnlichkeit ungeheure Energiefresser sind. Energie, die ihm fehlte, wenn er überleben wollte.
 

Versöhnungsprojekt Hope

Eine ähnliche Erkenntnis, verbunden mit einer starken christlichen Motivation, stand dem südafrikanischen Erzbischof Desmond Tutu und dem ehemaligen amerikanischen Präsidenten Jimmy Carter vor Augen, als sie Anfang der 90er Jahre das Projekt HOPE, ein Versöhnungsprojekt für traumatisierte Menschen in Nordirland, ins Leben gerufen haben. Die Federführung lag bei der Stanford Universität, die dem Psychologen Dr. Frederic Luskin die Leitung des Projekts übertragen hat. Es umfasst nicht nur verschiedene Forschungsarbeiten sondern vor allem auch Workshops und Trainings mit direkt Betroffenen des Nordirland-Konflikts. Dr. Luskin hat nun in der Folge mit Menschen, die einen nahen Angehörigen im Krieg bzw. durch terroristische Gewaltaktionen verloren haben, gearbeitet. Er hat mit ihnen ein Vergebungstraining durchgeführt, das große und nachhaltige Wirkung zeigte. Hier wie anderswo wurde Frankls Erfahrung bestätigt, dass durch Vergebung auch schwerste Traumata heilen können.
 

Das 9-Schritte-Programm der Stanford-University

Im Zentrum des von Dr. Luskin entwickelten und wissenschaftlich überprüften Vergebungstrainings stehen 9 Schritte:

1.    Machen Sie sich Ihre Gefühle bewusst: Rekapitulieren Sie die kränkende Situation sowie Ihre damaligen und aktuellen Gefühle dazu. Sprechen Sie mit vertrauten Personen darüber.
 
2.    Fassen Sie einen Entschluss: Überlegen Sie, was Ihnen mehr hilft – ein Gespräch mit Ihrem Kontrahenten oder eine Vergebung im Stillen? Verzeihen dient einzig allein Ihrem Wohlbefinden, d.h. Sie sind die Hauptperson!

3.    Versöhnung ist nicht notwendig: Sie müssen das Verhalten des anderen nicht entschuldigen. Verzeihen bedeutet, dass Sie die Kränkung nicht mehr persönlich nehmen.

4.    Sehen Sie der Realität ins Auge: Machen Sie sich bewusst, dass Ihre jetzige Traurigkeit durch Ihre Gedanken an die seelische Verletzung verursacht wird, nicht durch die Kränkung an sich!

5.    Ziehen Sie die Notbremse: Wenden Sie eine beruhigende Atem- oder andere Entspannungsübung an, sobald Ihre Gedanken um alte Verletzungen kreisen. So verhindern Sie die Ausschüttung von Stresshormonen.

6.    Korrigieren Sie Erwartungen: Gesundheit, Liebe, Freundschaft und Wohlstand sind ein Geschenk. Sie können darauf hoffen, es aber nicht vom Leben erwarten oder gar fordern.

7.    Finden Sie neue Wege: Konzentrieren Sie Ihre Energie darauf, Ihre (Lebens-) Ziele auf anderen Wegen zu erreichen, als auf denen, auf denen Sie verletzt worden sind.

8.     Blicken Sie nach vorne! Lecken Sie keine alten Wunden und geben Sie nicht auf diese Weise dem „Verletzer“ weiterhin Macht über Sie. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf positive Ziele und die schönen Dinge im Leben.

9.    Verzeihen macht stark: Stellen Sie den heroischen Akt des Verzeihens an den Anfang Ihrer persönlichen Leidensgeschichte. So stärken Sie sich automatisch, wenn Sie an Ihre traurigen Erlebnisse denken oder darüber sprechen.

Dieses mittlerweile vielfach bewährte Programm beinhaltet zwar einen Prozess, aber einen Prozess, der verhältnismäßig kurze Zeit in Anspruch nimmt. Dies deshalb, weil es voraussetzungslos ist. Insbesondere geht es nicht davon aus, dass Heilung oder Versöhnung die Voraussetzung ist, damit Vergebung geschehen kann (Schritt 3). Vielmehr gilt der umgekehrte Weg. Die 9 Schritte der Vergebung sind die Voraussetzung, damit Heilung geschehen und die Seele gesunden kann. Dass es gelingt, haben mittlerweile schon tausende Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Dr. Luskins Vergebungs-Workshops erfahren.

Markus Frey
stressfrey(at)googlemail.com
 

Be the first to comment - What do you think?  Posted by Markus Frey - 10/04/2012 at 19:43

Categories: Stressmanagement, Uncategorized   Tags: , , ,

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